Mit einer Sippenfahrt, von Freitag (07.04.) Nachmittag bis Sonntag (09.04.) Mittag, wanderten die Sippenmitglieder vom Bahnhof in Ehlershausen aus zurück zum Heim.

Dazu trafen sie sich freitags am Heim und gingen erst einmal in einem nahegelegenen Discounter Verpflegung für die Wanderung einkaufen. Wegen der guten, vorangegangenen Planung (Hust) verlief der Einkauf reibungslos und war schon nach der kurzen Zeit von ~60 Minuten erledigt…

Nun ging es „vollbepackt mit tausend Sachen, die das Leben schöner machen, hinein ins Weekendfeeling…“ oder in anderen Worten zum Bahnhof und von dort, in knappen 8 Minuten, mit dem Zug nach Ehlershausen.

In Ehlershausen angekommen zögerten unsere Helden nicht, direkt nach einem Bauern mit Scheune zu suchen, doch noch ahnten sie nicht, dass dieses Unterfangen am Ende nicht von Erfolg gekrönt sein würde.

Leise, die Ungerechtigkeit der Welt hinterfragend, suchten unsere Helden stolz den nächstgelegenen Waldrand, in Sichtweite des Dorfes voll Bauern ohne Platz in der Scheune, auf und errichteten ihre Kohte, um den Elementen trotz der ungnädigen Umstände zu trotzen.

Nach einem ausgiebigen Festschmaus mit Bratwürstchen und Marshmallows am Feuer und einer von Lachen geprägten Nachtruhe erwachten unsere Helden zu einem wunderschönen, grauen Himmel, ohne einen einzelnen Flecken Blau. Mit solch rosigen Aussichten fiel das Aufstehen gleich leichter und schon nach einer kurzen Stärkung durch Nutellabrote konnte das Abenteuer weitergehen.

Nach einem harten Tag voller Widrigkeiten wie z.B. Bäume die sich plötzlich zwischen Füßen verirren und Kohtenplanen die einfach nicht am Rucksack hängenbleiben wollen, erreichten unsere Helden ein Gehege mit Weihnachtsbäumen. Trotz bester Bemühungen gelang es nicht diese zu zähmen. Die Schafe, die aus unerfindlichen Gründen im selben Gehege waren, fraßen leider die gesammelten Weihnachtsbaum-Köder, und unsere Helden mussten auf diese doch sehr praktischen Weggefährten verzichten.
Auch dieser ereignisreiche Tag näherte sich nun seinem Ende und mal wieder war keine Scheune in Sicht. Ohne Alternativen mussten unsere Helden wieder ihre bewährte Kohte zur Hilfe ziehen, um sich vor den Elementen zu schützen. An diesem Abend hätte man merkwürdige Rituale beobachten und miterleben können, wie zwei unserer Helden in den inneren Kreis der Anwesenden aufgenommen wurden. Doch wie bereits erwähnt war keine Zivilisation in Sicht und so wird dieses Ritual auch weiterhin denen vorbehalten bleiben, die selbst Helden sind oder es werden wollen.

Der nächste Tag beginnt mit gemischten Gefühlen der Himmel ist blau, die Sonne scheint und unsere Helden sind geblendet und schwitzen unter der gnadenlosen Macht dieser Naturgewalt.

Trotz all dieser Widrigkeiten gelingt es nach langer Diskussion und wiederholenden Argumentationen gegen eine Fortführung der Wanderung, diese zu vollenden. Gegen Mittag erreichen unsere Helden ihr Ziel und brechen erschöpft, aber glücklich, zusammen.

 

Wer hätte gedacht, dass 8 Minuten Zugfahrt so anstrengend sein können?

 

Gut Pfad & Seid Wach

Eike

 

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3 Kommentare

  • Sehr sehr sehr… cooler Bericht ! tusend tack!!! Aber am collsten sind die „Helden“.
    Die Jugend ist doch besser als die Alten denken – um ihre Zukunft ist mir nicht bange.
    Danke, dass ihr uns an eurem Leben teilnehmen lasst. Eine alte Großmutter

  • Moin Moin,
    sehr cooler Bericht. Toll, dass ihr unterwegs ward und die Methode Fahrt so richtig lebt!
    Ich freue mich schon auf das Pfingstlager mit euch 😉
    Herzlich Gut Pfad! Mola

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