Hier findet ihr einen Auszug aus der Stammeschronik

Diese könnt ihr für 12 € erwerben

 

Stammeschronik

 

Britische Rover 1948 in Celle

Erster Wimpel der Sippe ‚Blaue Löwen‘

Sommerlager Osterloh

1948 

April 1948

Die Vorrede des Stammesgründers:

„Dieses Vermächtnis war es, was ich auch in mir trug, als ich die nicht leichte Aufgabe anpackte, in dieser schweren Zeit auch in Celle wieder am Aufbau der Pfadfinderbewegung mitzuarbeiten.

1925 zur Sonnenwende wurde ich Wölfling und verlebte mit meinen Pfadfinderbrüdern die schönste Zeit meiner Jugend. Grauwolf (meinem ersten Fähnleinführer) und meinen Eltern sei Dank dafür.

Und deshalb möchte auch ich Euch den Weg zeigen, dieses schöne Spiel der Pfadfinderei, mit dem ernsten Hintergrund für das Leben, nach unseren Regeln zu spielen, die man Pfadfindergesetz nennt.

Dazu seid allzeit bereit!  gez. Fischotter (Heinz D’Hargue)

1. Juni

”Fischotter” gründet aus einer Schulklasse der Altstädter Schule den ersten Stamm auf der Herrenwiese an der Fuhse. Die ”blauen Löwen” sind die erste Sippe des Stammes. Kurz darauf entsteht die Sippe ”schwarzer Adler”.

19.Juni

Erste Fahrt und Sonnenwendfeier des neuen Stammes an der Froschkuhle in Vorwerk. Helmut Rüggeberg hatte 3 Wanderzelte besorgt, die für die 20 anwesenden Pfadfinderanwärter kaum ausreichten. Die erste Sippe des Stammes, die ‚Blauen Löwen‘ erhielten ihren Wimpel.

Juli

Das erste Sommerlager 1948: 18 Tage in Osterloh – kurz vor der Währungsreform – kaum einer kann den vollen Lagerbeitrag von 12,—. Mark bezahlen; außerdem gibt es kaum etwas zu kaufen. Aus der Lagerkasse müssen noch zwei Alu – Kochtöpfe angeschafft werden. Aus der amerikanischen Hooverspende bekommen wir über das Jugendamt verbilligte Lebensmittel (Schulspeisungsmittel). Für, 54,—DM 330 Portionen; bestehend aus Haferflocken, Rosinen, Zucker, Trockenmilch und Pampelmusensaftextrakt. 2 Tage vor Beginn: Der Stammesführer hat keinen Urlaub, die Studenten sagen ab, weil sie ihr Studium verdienen müssen. Trotzdem soll es losgehen. Die Sippen „Blaue Löwen“ und „Schwarze Adler“ marschieren mit einem Handwagen voller Zeltzeug, Gepäck und Haferflocken nebst Pampelmusensaft los. In Wienhausen werden 2 Kochtöpfe für 22,— DM eingekauft.
Abends und an Sonntagen kam Stammesführer Fischotter, erzählte am Lagerfeuer und gab, Verhaltensmaßregeln. Zwischendurch kamen auch Elternbesuche. Frau „Eiszapfen“ brachte eines Abends warme Erbsensuppe von Celle. Vater „Spitzmaus“ und Eltern Pohl machten Spektakel und zeigten erst einmal, was Zeltordnung ist.
Mancher Strauß wurde mit der Straussjugend ausgefochten, die ein Lager in der Nachbarschaft hatte.
Ein Gewitter riss die Zelte um – wir schliefen auf der nassen Erde und richteten die Zelte am andern Morgen erst wieder auf.
Von Pfadfinderkünsten und Waldläufertechnik wussten wir bis dahin noch nicht viel, doch in diesem Lager lernten wir sie fast von selbst.

1950 Gaulager in Hermannsburg 1950

”Hajo” (Hajo Heske) wird Stammesführer. Aus der Sippe ”rote Büffel” entsteht der erste Roverkreis des Stammes.    Lager der ”Wölfe” in Kohlenbach.  Fahrt der ”Adler” und ”Kondore” nach Fallingbostel     Pfingsten:  Stammeslager in Lohe bei  Eschede    Juli:     Sommerlager an der Ostsee bei GutBrodau.  Der Stamm Celle hat 140 Mitglieder SeptemberEinweihung des Stammeswimpels

1951Der Stamm hat 53 Mitglieder: 1 Feldmeister, 2 Kornetts, 3 Rover, 31 Pfadfinder, 11 Wölflinge und 5 Neulinge

 

1952 Barsinghausen 1952Sommerlager der Jungpfadfinder unter Leitung von Jobst’s am alten Lagerplatz im Fuchsbachtal bei Barsinghausen.
19535 Jahre Stamm ‚Hermann Billung‘ in Celle – Im August Feier mit Elternnachmittag am alten Kanal.
1954 Bundeslager Kirchberg 1954Die Sippen Hirsche, Löwen und Tiger fahren im Juli zum Bundeslager des BDP im Hunsrück.
1955 Aufbruch zum Pfingstlager in Walsrode 1955

Ostern Sippenfahrten aller Sippen. April Stammeslager und St. Georgs-Feier am Buchholzberg. Mai Wölflingsfahrt zum Buchholzberg. Pfingsten Alle Sippen im Landesmarklager in Walsrode.Wölflinge im Landesmarklager in Bredenbeck am Deister. Juni Sommersonnenwende und Geländespiel an den Osterloher Dühnen. Stammeslager und Ith-Wanderung bei Eschershausen. Juli Stammeslager in Kohlenbach.September. Stammeslager und Elternabend am Alten Kanal – Leitung: Schlange November Stammes-fahrt nach Schwarmstedt. Sippen-führerfahrt nach Stedden Dezember Sonnenwendfeier bei Boye. Rüdiger hält als Gast die Feuerrede Stadtspiel in der Altstadt

 

1959 Rover in Korsika 1960                                                  

Ostern Fertigstellung des Heims am Altenhägener Kirchweg. Pfingsten Erkundungsfahrt nach Lobenhausen. Juli Sommerlager Lobenhausen Sommerfahrt der Hirsche mit dem Fahrrad als Aufgabenfahrt in den Raum Fulda. Oktober Ernteeinsatz der ”Hirsche” und ”Spechte” im Ostenholzer Moor. Dezember Kurz vor Weihnachten Filmabend und Mitglieder-werbung im Haus der Jugend Leitung: Schlange.

 

1961 Wölflinge in Hösseringen 1961Das Wölflings-Sommerlager in Eschershausen steht unter dem Thema ‚Dschungelbuch‘. Mit diesem Lager führt Schlange (W.D. Tempel) die Spielidee des Dschungelbuchs wieder in die Celler Wölflingsarbeit ein.
1963Durch die Teilung der Sippe Hirsche entsteht die Sippe „Altai Maral“. Später stoßen die restlichen Mitglieder der Elche hinzu.
1964 Elternabend am Heim 1964

Februar: Stammesfahrt nach Peine. März: Sippenführerlehrgang in Fallingbostel              21. – 28.3. Kornett-Lehrgang unter der Leitung von Mümmelmann im Heim. Pfingsten: Gemeinsames Pfingstlager der Meuten vom Stamm ”Blauer Löwe” und ”Hermann Billung” auf der Aller-Insel bei Bannetze. Leitung: Krabbe und Maus, Thema: Hobbits Juli: Sommerfahrten der Sippen Landeswölflings-lager in Uphöfen. Thema: Hobbits. August:  Der ”Heim e.V.” übernimmt die Verantwortung für das Heim am Altenhägener Kirchweg. Oktober: Ehemaligentreffen auf dem Heim Dezember:  Stammesfahrt nach Müden.

 

1968 – Sommerfahrt nach Groß-Gusborn 1968

20 Jahre Stamm ”Hermann Billung”.März: Gauführertreffen in Celle. Fahrt der Wanderfalken und Panther nach Hösseringen Ostern: Dörnbergkurs I Pfingsten: Pfingstlager zum 20jährigen Bestehen auf dem Königsplatz Mai: Elternabend der Sippen im Heim Juli: Sommerfahrt zweier Sippen mit dem Fahrrad nach Groß-Gusborn / Elbe. Leitung Gerd und Rüdiger jun. September: Manni (Manfred Zander) übernimmt die Meute. Oktober: Resolution des Landesthings zur Situation im Bund. Juniorentreffen DJH Celle, Leitung: Hartmut Jänel. Aus der Sippe Altai Maral wird eine „Juniorengruppe“. November: Große Werbeaktion mit Stadtgeländespiel in der Innenstadt Dezember: Neujahrsfeier der Rover im Heim

 

1970 – 2. Dörnberglehrgang 1969

Auszug aus dem Bericht über eine Stammesratssitzung: „…Einer neigte sogar zu der Annahme, dass Versprechensfeiern eine einzige Manipulation wären. Aber der kam vom Dönberg-Lehrgang, und ‚manipulieren‘ war dort ein häufig verwandtes Schlagwort. … Es ist überraschend, mit welcher Aktivität, vor allem die Teilnehmer des Dörnberg-Lehrganges argumentieren. Dinge, die noch vor Jahresfrist für uns heiliges Traditionsgut, werden nicht mehr kritiklos hingenommen. Einige der jüngeren Führer gehen sogar so weit, alles das was früher war, generell zu verdammen. Sie wollen unterbewusst diktatorisch die Demokratisierung in allen Stufen durchsetzen. Der jugendliche Überschwang kann hier zu einer Gefahr werden, denn auch Toleranz und Duldsamkeit sind große Bestandteile einer Demokratie. …“

 

 

1971Februar: Die letzte Arbeitsgemeinschaft (Musik-AG) löst sich auf. März: Fahrt der Wölflinge aufs Heim. April: Erste Gespräche zwischen Gerd, Wölfi und Micky in Eschede. 23.Juni : Die Stammesvollversammlung beschließt aus dem BDP auszutreten und als „Gruppe Celle“ dem neugegründeten Bund der Pfadfinder e.V. beizutreten. 21. Juli: Konstituierende Stammesvollver-sammlung im Bund der Pfadfinder e.V. – Gerd wird Stammesführer,. Sommerlager der Meute in Kl. Gusborn/Elbe mit Ausflug zu den Karl-May-Festspielen nach Bad Segeberg. Einige Junioren bleiben im BDP und treffen sich noch einige Zeit im Anbau des Heims oder im bookshop.
1973 – 25jähriges Stammesjubiläum 1973Im Februar wird erneut ein Brand im Heim gelegt. Wieder kann der Brandstifter nicht ermittelt werden, und der Schaden ist auch diesmal wieder erheblich.Die Meute kann vorübergehend im Kuhstall von Bauer Lettau in Altenhagen unterkommen. Das Jubiläumslager am 19./20. Mai ist für den Stamm ein voller Erfolg.
Meutenfahrt nach Münster 1975 1975Das ‚Nordjamb 75‘ in Lillehammer, Norwegen war DAS pfadfinderische Ereignis dieses Jahres. Für den Stamm war aber – auch mit Blick auf seine weitere Geschichte – das absolut größte Ereignis die Übergabe des Hauses und Geländes an der Nienburger Str. 33 durch die Stadt Celle.

Herbstfahrt einer Sippe und der Meute nach Münster. Die Sippen Elche und Vampire fahren mit Fahrrad nach Husum.

Sippenabend im Heim 1987 1987 Die Arbeit der Gruppen bekommt auch Impulse durch den Bund, der z.B. 1987 die BdP-Bundesaktion „Öko-Pfad“ins Leben ruft. Im Heim erwartet man im Oktober Besuch von japanischen Jugendpolitikern, die an einem Heimabend der Meute teilnehmen sollen.

Sommerfahrt der Wölflinge nach Gehrden und der Pfadfinder in den Harz.

1992 – Sommerfahrt nach Norwegen 1992

Mit einem gemieteten Bus und dem eigenen VW-Bus fährt der Stamm im Sommer zu seinem ersten Auslands-Stammeslager nach Filtvet in Norwegen. Dort kommt es zu ersten Kontakten mit norwegischen Pfadfindern aus Tofte.

1994 – Sippenarbeit Aktion Milju 1994In Zusammenarbeit mit UNICEF hatte der Bund sich entschlossen mitzuhelfen, die Lebenssituation der Kinder des Dritte-Welt-Landes Nepal zu verbessern. Der Stamm beteiligt sich an diesem Projekt mit einer Fotoausstellung, einem Nepal-Informationsstand in der Fußgängerzone auf dem Großen Plan und einer Benefizveranstaltung im Heim.
1997 – Das Heim brennt 1997Und dann, am Morgen des 28. Januar 1997 schien plötzlich alles aus zu sein – das Heim brannte. 25 Jahre nach dem Brand unseres ersten Heimes und zwanzig Jahre nach dem Einzug in das Haus ander Nienburger Straße vernichteten die Flammen nun wieder alles, was der Stamm aufgebaut, gesammelt und lieb gewonnen hatte. Wieder waren Unbekannte ins Haus eingedrungen und hatten Feuer gelegt. Die Feuerwehr bekommt den Brand trotz massivem Einsatz nicht mehr unter Kontrolle. Der Schaden ist total…. RTL, Bild-Zeitung und Cellesche Zeitung hatten über die Katastrophe berichtet. Es beginnt eine ungeahnte Hilfsaktion der Celler Bevölkerung und auch der Stadt Celle, als Eigentümerin von Haus und Gelände, will so schnell wie möglich helfen…
1997 Sommerfest am Heim August

Das diesjährige Sommerfest des Stammes ist ein ganz besonderes in der Geschichte des Stammes. Kann doch das „neue‘, in Rekordzeit wieder aufgebaute Heim feierlich eröffnet werden. Im Beisein des ersten Bürgermeisters Dr. Stumpf, Vertretern des Rates, des Stadtjugendpflegers, der Gruppenleiter des Tofter Stammes und Gerd aus Norwegen, Vertretern der Landesleitung, einer Vielzahl von Eltern und Mitgliedern des Förderkreises nimmt Koko des Heim wieder für den Celler Stamm in Betrieb.

 

2000 Sommerlager auf Ramvikholmen (Norwegen) 2000Ein Teilnehmer berichtet über das gemeinsame Sommerlager mit den norwegischen Pfadfindern: „…Die Tage auf Ramvikholmen vergingen wie im Fluge. Man baute zusammen ein großes Floß mit dazugehöriger Anlegestelle, badete ausgiebig in der seichten Bucht, bestand bei Patrick  und Martin seine Lagerangelprüfung, fuhr mit Raggys Boot des Abends zum Angeln auf den Fjord raus oder hatte einfach nur Freude am gemeinsamen Lager…“

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