Pfadfinderarbeit in 3 Altersstufen

Wölflinge (6 – 11 Jahre)

Pfadfinder (12 – 16 Jahre)

Ranger und Rover (über 16 Jahre)

– Jungen und Mädchen gleichermaßen –

wolfskopfWölflinge sind die Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 11 Jahren. Zusammen bilden wir eine Gruppe von ca. fünfzehn bis dreißig Kindern, die wir die „Meute“ nennen. Wir treffen uns einmal in der Woche zum Meutentreffen und unternehmen gemeinsam lustige und spannende Dinge.

Was machen wir bei einem Meutentreffen?

Alles, was wir tun, soll uns Spaß machen. Dazu gehört für uns spielen und basteln, singen und musizieren, sich verkleiden, die Natur entdecken, Abenteuer erleben und viele gute Freunde finden. Aber wir wollen auch bei jedem Treffen etwas lernen. Deshalb tauchen wir manchmal ins Reich der Indianer ein, sind Piraten auf den Weltmeeren, reiten mit unserem Besen um den Blocksberg, unternehmen eine Dschungelexpedition oder spielen einen Zirkus nach. Dabei lernen wir viel über andere Länder, andere Kulturen und Bräuche, und lassen unserer Fantasie freien Lauf.

Wieso heißen wir eigentlich Wölflinge?

Ihr findet diesen Namen komisch? Nun, so merkwürdig ist der Name gar nicht, denn er kommt aus dem Dschungelbuch, das sicher viele von Euch kennen. Mowgli, ein kleiner Waisenjunge, wächst bei den Wölfen im Urwald von Indien auf. Er jagt mit den Wölfen, sorgt für sich und seine Wolfsfreunde, und er entdeckt die Abenteuer des Dschungels. Er übernimmt sogar Verantwortung und wird der Anführer der Wölfe. Wir spielen unter anderem diese Geschichte bei unseren Meutentreffen nach und werden selbst zu einer Gruppe von kleinen Wölfen. Und auch wir Wölflinge wollen Verantwortung übernehmen – für uns und für die Wölflinge in unserer Gruppe. Deshalb nehmen wir Rücksicht auf andere und helfen uns gegenseitig, wo wir können. Bei uns ist eben niemand allein!

Ist ein Treffen in der Woche genug?

Nein, denn ganz besonders viel Spaß machen uns unsere Wochenendlager. Dann wohnen wir gemeinsam in einem Haus oder in Zelten, kochen für uns, gehen schwimmen, erkunden unsere Umgebung und erleben Abenteuer, die man zu Hause eben nicht erleben kann. Abends sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und singen lustige Lieder oder spielen einfach das, was wir mögen.

 

klilieDas Pfadfinder/-innendasein wird vornehmlich durch das Leben in der Sippe, der Kleingruppe von 6-8 Pfadfinderinnen und Pfadfindern im Alter von 12 – 16 Jahren, geprägt. Die wesentlichen Erlebniselemente stellen dabei die wöchentlichen Gruppenstunden, die Fahrten und die Lager dar. Dabei gibt es in jedem Stamm oft sehr unterschiedliche Traditionen, wie diese einzelnen Elemente ausgestaltet werden, und gerade das macht vielleicht auch den besonderen Reiz der Pfadfinderei aus. In der „Großfamilie“ des Stammes, d.h. der örtlichen Gruppe, bilden sie die mittlere Stufe, die in ihrer Entwicklung zwar nicht mehr so verspielt wie die Wölflinge, aber auch noch nicht so erwachsen sind wie die Ranger und Rover. Das macht die Pfadfinderarbeit zu einer sehr abwechslungsreichen, spannenden und vor allem verantwortungsvollen Aufgabe.

Pfadfinderei heute bedeutet Entertainment pur. Voraussetzung dafür ist allerdings 100% Selbstbeteiligung!

Das Programm,

…das die Sippen in ihrer Gruppenstunde einmal in der Woche selbst gestalten, ist in der Regel sehr vielfältig und abwechslungsreich. Ob es darum geht, aus Kokosnüssen Trinkgefäße zu basteln, ein Feuchtbiotop im Garten des Stammesheims anzulegen oder ein Langzeitprogramm zum Thema „Ausländische Kinder in unserer Stadt“ durchzuführen, das Leben in der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderstufe hat schon lange nichts mehr mit dem weitläufigen Vorurteil vom weltfremdem Waldläufertum zu tun. Pfadfinderinnen und Pfadfinder kennen keine Schranken!

Die Großfahrt

…ist das wohl prägendste Element der Pfadfinderstufe. Hier begibt sich die Sippe für ein bis vier Wochen auf große Abenteuertour durch fremde Lande. Manchmal im Harz, im schwedischen Småland oder auf den griechischen Inseln, immer lockt die Herausforderung fremde Leute und Kulturen zu entdecken und das intensive Leben in der Kleingruppe zu bestreiten. Pfadfinderinnen und Pfadfinder kennen keine Grenzen!

Die Lager

Ein paar Mal im Jahr nimmt die Sippe auch an verschiedenen Lagern teil, meistens für ein Wochenende. Ob es sich nun um das Landespfingstlager, ein Stammeslager oder gar das große Bundeslager, das alle vier Jahre stattfindet, handelt, das Programm auf einem Lager unterscheidet sich doch meist gehörig von dem auf Fahrt. Mal wird ein Lagerturm gebaut, dann wieder ein Pizzaofen oder auch eine Lagersauna. Pfadfinderinnen und Pfadfinder kennen keine Hindernisse!

Die weiteren Aktionen

Und in regelmäßigen Abständen können Pfadfinderinnen und Pfadfinder des BdP auch bundesweit an tollen Aktionen teilnehmen. Alle vier Jahre findet z. B. eine Bundesfahrt statt, wie im Sommer 2008, als über 900 Personen für drei Wochen nach Finnland aufbrachen. Auch das große Bundesfaxspiel, bei dem sich Sippen aus ganz Deutschland zeitgleich an einem Wochenende zu Hause vor einem Faxgerät versammeln, um gemeinsam Aufgaben aus „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu lösen, ist stets ein Publikumsmagnet! Ähnlich sieht es beim beliebten „Das Schöne-Wochenend-Ticket-Spiel“ aus. Hier gilt es, im Rahmen der Gültigkeit dieses Bundesbahntickets soviel Kilometer wie möglich zu sammeln. Pfadfinderinnen und Pfadfinder kennen keine Hürden!

r_rzeichenRanger und Rover (16 – 25 Jahre) tragen in den Gruppen die Verantwortung. Alle bringen sich mit ihren Fähigkeiten ein, z.B. als Gruppenleitung, bei der Fahrtenorganisation, Kassenverwaltung oder in der Lagertechnik.

Dabei wird eine ganze Menge verlangt: Engagement, Zeiteinsatz, Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit, Motivation und unendlich viel Geduld.

Ab 16 Jahren kann jede und jeder Ranger oder Rover sein. Egal ob Mann oder Frau, Arbeiterin oder Student, arm oder reich. So entsteht eine kunterbunter Haufen, der durch die Eigenarten und Talente jedes Einzelnen lebt und so manche Hürde locker meistert.

 

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